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HS-Code und Zolltarifnummer 2026: Der vollständige Leitfaden für DACH-Händler im Außenhandel

Geschrieben von ShippyPro Team | Feb 24, 2026 3:29:30 pm

Ausgabe 2026 · 8 Min. Lesezeit · Vom ShippyPro-Team

Ihr Produkt wird an der Grenze festgehalten. Nicht wegen fehlendem Papier, nicht wegen einer ungültigen EORI-Nummer — sondern wegen einer einzigen falsch eingetragenen Zahl in einem zehnstelligen Code. Willkommen in der Welt der HS-Codes und Zolltarifnummern: dem unsichtbaren Klassifikationssystem, das über Zollsätze, MwSt-Behandlung, Einfuhrverbote und Exportlizenzen entscheidet. Für E-Commerce-Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Waren in Drittländer versenden oder aus ihnen importieren, ist die korrekte Zolltarifnummer keine bürokratische Nebensache — sie ist eine kritische finanzielle Entscheidung. Eine falsch klassifizierte Sendung bedeutet entweder Überzahlung von Zollabgaben oder, schlimmer, eine rückwirkende Nachforderung der Bundeszollverwaltung für bis zu drei Jahre inklusive Zinsen. Dieser Leitfaden erklärt den Aufbau des Harmonisierten Systems, die Unterschiede zwischen HS-Code, Kombinierter Nomenklatur (KN) und TARIC-Code im EU-Kontext, zeigt Ihnen, wie Sie den richtigen Code für Ihre Produkte finden, und erklärt, wie Sie Klassifizierungsfehler dauerhaft aus Ihren Versandprozessen eliminieren.

🗝 Das Wichtigste

  1. Das Harmonisierte System (HS) ist global: Die ersten 6 Stellen einer Zolltarifnummer sind in über 200 Ländern identisch — entwickelt von der Weltzollorganisation (WZO/WCO). Was danach kommt, ist länderspezifisch.
  2. Im EU-Binnenmarkt gilt die Kombinierte Nomenklatur (KN): Die EU erweitert den globalen 6-stelligen HS-Code auf 8 Stellen. Für Einfuhranmeldungen in Deutschland gilt der vollständige 10-stellige TARIC-Code.
  3. 8 Stellen für Export, 10 Stellen für Import: Für die deutsche Ausfuhranmeldung (AES) benötigen Sie den 8-stelligen KN-Code. Für die Einfuhranmeldung in ATLAS den vollständigen 10-stelligen TARIC-Code — niemals die letzten zwei Stellen raten.
  4. Falsche Klassifikation = Falschanmeldung: Die Bundeszollverwaltung wertet eine falsche Zolltarifnummer als Falschanmeldung. Rückwirkende Nachforderungen sind bis zu 3 Jahre nach der Einfuhr möglich — inklusive Zinsen und Bußgelder.
  5. Lieferanten-Codes nicht blind übernehmen: Ein chinesischer oder US-amerikanischer Lieferant gibt Ihnen einen HS-Code basierend auf seinem nationalen System. Die ersten 6 Stellen sind global gültig — aber die letzten 4 Stellen müssen Sie selbst gegen die EU-TARIC-Datenbank prüfen.

Was ist ein HS-Code und wie funktioniert das Harmonisierte System?

Der HS-Code (Harmonized System Code) ist eine standardisierte numerische Methode zur Klassifikation von Handelswaren, entwickelt von der Weltzollorganisation (WCO/WZO) und seit 1988 von über 200 Ländern und Zollgebieten verwendet. Das System deckt nahezu alle im internationalen Handel bewegten Waren ab und strukturiert sie in 21 Abschnitte, 99 Kapitel und tausende von Positionen und Unterpositionen. Stellen Sie sich den HS-Code als den „Reisepass Ihrer Ware" vor: Genau wie ein Mensch ohne gültigen Reisepass keine internationale Grenze passieren kann, kann Ihre Ware ohne korrekte Zolltarifnummer keine Zollabfertigung durchlaufen. Die Bundeszollverwaltung, erreichbar unter zoll.de, verwendet das HS-System als Grundlage für alle deutschen und EU-weiten Zollanmeldungen.

HS-Code, KN-Code und TARIC-Code: Die drei Ebenen im EU-Kontext

Im deutschen und europäischen Außenhandel begegnen Ihnen drei verwandte, aber unterschiedliche Klassifikationssysteme. Das Verständnis ihrer Unterschiede ist der erste Schritt zur fehlerfreien Zollanmeldung.

System Stellenanzahl Gültigkeitsbereich Verwendung Offizielle Quelle
HS-Code (Harmonisiertes System) 6 Stellen Global — 200+ Länder Internationale Basis-Klassifikation, Handelsstatistiken WCO (wcoomd.org)
KN-Code (Kombinierte Nomenklatur) 8 Stellen Europäische Union EU-Außenhandelsstatistik (INTRASTAT), Ausfuhranmeldung (AES) EUR-Lex / EU-Zolltarifauskunft (EZT-online)
TARIC-Code 10 Stellen Europäische Union (Import) EU-Einfuhranmeldung, Zollsatz-Bestimmung, Antidumping-Maßnahmen, MwSt-Behandlung EU-TARIC-Datenbank (ec.europa.eu/taxation_customs/dds2/taric)

Der Aufbau der Zolltarifnummer: Schicht für Schicht erklärt

Eine Zolltarifnummer ist wie eine Zwiebel aufgebaut — jede zusätzliche Ebene macht die Produktbeschreibung präziser. Das folgende Beispiel zeigt den vollständigen Aufbau anhand eines konkreten Produkts: Skischuhe.

Stellen Bezeichnung Beispiel: Skischuhe Gültig in
Stelle 1–2 Kapitel (Breite Warenkategorie) 64 (Schuhe) 🌍 Global
Stelle 3–4 Position (Spezifischer Warentyp) 6402 (Schuhe mit Laufsohle aus Gummi/Kunststoff) 🌍 Global
Stelle 5–6 Unterposition (Detailmerkmal) 6402 12 (Skischuhe und Snowboard-Schuhe) 🌍 Global — HS-Code endet hier
Stelle 7–8 KN-Unterposition (EU-spezifisch) 6402 12 10 (Skischuhe) 🇪🇺 EU — KN-Code / Ausfuhranmeldung AES
Stelle 9–10 TARIC-Unterposition (EU-Importmaßnahmen) 6402 12 10 00 🇪🇺 EU — Einfuhranmeldung ATLAS, Zollsatz, MwSt
⚠ Achtung — Niemals die letzten zwei Stellen (Stelle 9–10) raten

Die letzten zwei Stellen des TARIC-Codes sind keine kosmetische Ergänzung — sie bestimmen Antidumping-Zölle, Einfuhrbeschränkungen, Präferenzzollsätze aus Freihandelsabkommen und die MwSt-Behandlung beim Import. Ein Produkt, das mit „00" korrekt deklariert wird, kann mit einer anderen Endung einem Antidumping-Zoll von 30–80 % unterliegen oder einer Einfuhrgenehmigungspflicht. Die offiziellen deutschen und EU-Stellen für die Ermittlung des korrekten TARIC-Codes sind das EZT-online (Elektronischer Zolltarif) der Bundeszollverwaltung unter zoll.de sowie die EU-TARIC-Datenbank der Europäischen Kommission.

Die Regel: 8 Stellen für Export, 10 Stellen für Import

Für den deutschen Außenhandel gilt eine klare Faustregel, die viele Händler erst nach der ersten kostspieligen Fehldeklaration lernen. Für die Ausfuhranmeldung (AES — Automatisiertes Ausfuhrsystem) benötigen Sie den 8-stelligen KN-Code. Für die Einfuhranmeldung in ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungs-System der Bundeszollverwaltung) müssen Sie den vollständigen 10-stelligen TARIC-Code verwenden. Wenden Sie diese Regel konsequent an und konfigurieren Sie Ihre Versandmanagement-Software entsprechend — ShippyPro ermöglicht es, für jedes Produkt sowohl den KN-Code (Export) als auch den TARIC-Code (Import) getrennt zu hinterlegen, sodass bei der Etikettengeneration automatisch das richtige Format verwendet wird.

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Häufiger Fehler: Lieferanten-HS-Code ungeprüft übernehmen

Ein chinesischer Lieferant schickt Ihnen den HS-Code 8471.30.0000 für einen Laptop. Sie übernehmen die letzten vier Stellen ungeprüft in Ihre EU-Einfuhranmeldung. Das Problem: Nach Stelle 6 weichen das chinesische und das EU-TARIC-System ab. Der resultierende TARIC-Code für die EU-Einfuhr ist möglicherweise falsch — mit der Folge eines falschen Zollsatzes oder einer nicht erkannten Antidumping-Maßnahme.

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Korrekt: Stelle 1–6 als Basis, Stelle 7–10 selbst prüfen

Die ersten 6 Stellen des HS-Codes sind weltweit identisch — Sie können sie vom Lieferanten übernehmen. Aber die Stellen 7–10 müssen Sie immer selbst gegen die EU-TARIC-Datenbank oder das EZT-online der Bundeszollverwaltung prüfen. Für regelmäßig importierte Produkte lohnt sich eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim Zoll.

Den richtigen HS-Code / TARIC-Code finden: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Das offizielle Werkzeug für deutsche und EU-Händler ist das EZT-online (Elektronischer Zolltarif) der Bundeszollverwaltung sowie die EU-TARIC-Datenbank. Verwenden Sie niemals allgemeine Google-Suchen oder US-amerikanische HTS-Datenbanken — diese weichen ab Stelle 7 vom EU-Standard ab und führen zu Fehldeklarationen.

1
Offizielle Quelle aufrufen

Rufen Sie das EZT-online der Bundeszollverwaltung unter zoll.de auf (Navigation: Fachthemen → Zölle → Elektronischer Zolltarif) oder die EU-TARIC-Datenbank direkt unter ec.europa.eu → TARIC. Beide Quellen sind kostenlos und stets aktuell.

💡 Prüfen Sie auch, ob für Ihr Produkt eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim Hauptzollamt beantragt werden sollte — bei teuren oder regelmäßig importierten Produkten schützt die vZTA vor rückwirkenden Nachforderungen.
 
2
Kapitel identifizieren (Stelle 1–2)

Geben Sie eine Produktbeschreibung in die Suchmaske ein (z. B. „Baumwoll-T-Shirt") und navigieren Sie zum passenden Kapitel. Kapitel 61 umfasst beispielsweise „Kleidung und Bekleidungszubehör, gewirkt oder gestrickt". Lesen Sie die Kapitel-Anmerkungen sorgfältig — sie definieren Ausnahmen und Grenzen zwischen Kapiteln.

 
3
Position und Unterposition verfeinern (Stelle 3–6)

Bohren Sie sich durch die Positionen und Unterpositionen, bis Sie bei der 6-stelligen HS-Unterposition angelangt sind. Für ein Baumwoll-T-Shirt: Kapitel 61 → Position 6109 (T-Shirts, Unterhemden und ähnliche Waren) → Unterposition 6109 10 (aus Baumwolle). Dieser 6-stellige Code ist weltweit gültig.

💡 Achten Sie bei Textilien auf das Material (Baumwolle, Synthesefaser, Wolle) und den Herstellungsprozess (gewirkt/gestrickt vs. gewebt) — diese Merkmale entscheiden über komplett unterschiedliche Kapitel.
 
4
KN- und TARIC-Unterposition bestimmen (Stelle 7–10)

Im EZT-online klicken Sie auf die 6-stellige Unterposition und wählen die korrekte 8-stellige KN-Position (für Export/AES) sowie die 10-stellige TARIC-Unterposition (für Import/ATLAS). Prüfen Sie in der TARIC-Datenbank unter dem Reiter „Maßnahmen" den Drittlandszollsatz (z. B. 12 %), eventuelle Antidumping-Zölle, Einfuhrlizenzen und die MwSt-Behandlung.

 
5
Code in ShippyPro hinterlegen und automatisieren

Hinterlegen Sie den geprüften TARIC-Code für jedes Produkt in Ihrer ShippyPro-Versandplattform. ShippyPro verwendet den hinterlegten Code automatisch bei der Generierung von Handelsrechnungen, CN22/CN23-Formularen und elektronischen Zollanmeldungen — für DHL Express, UPS, FedEx und alle anderen integrierten Carrier.

💡 Aktivieren Sie in ShippyPro die automatische Prüfung auf fehlende Zolltarifnummern über KI-Versandautomatisierung — das System gibt eine Warnung aus, bevor das Etikett gedruckt wird, wenn ein Produkt noch keinen hinterlegten TARIC-Code hat.

Risiken einer falschen Zolltarifnummer: Was DACH-Händler wirklich riskieren

Im deutschen Zollrecht gilt eine falsch angegebene Zolltarifnummer als unrichtige Zollanmeldung — unabhängig davon, ob die Falscheintragung vorsätzlich oder aus Unwissenheit erfolgte. Die Bundeszollverwaltung unterscheidet bei den Konsequenzen zwischen Überzahlung und Unterzahlung von Zollabgaben, aber beide Szenarien sind kostspielig.

Szenario 1: Überzahlung durch falsche Klassifikation

Sie klassifizieren ein Tablet-Computer (TARIC: 8471.30 — Zollsatz 0 %) irrtümlich als Monitor (TARIC: 8528.52 — Zollsatz 14 %). Bei einem Importwert von 50.000 € zahlen Sie 7.000 € Zollabgaben, die Sie rechtlich nicht schulden. Die Rückforderung zu Unrecht gezahlter Zollabgaben ist zwar möglich, aber aufwändig und zeitintensiv — und gelingt nur innerhalb bestimmter Fristen.

Szenario 2: Unterzahlung und rückwirkende Nachforderung

Sie klassifizieren Waren mit einem Zollsatz von 6,5 % irrtümlich unter einen Code mit 0 %. Die Bundeszollverwaltung kann bei einer Betriebsprüfung oder Zollprüfung die letzten 3 Jahre rückwirkend prüfen und die Differenz inklusive Zinsen nachfordern. Bei größeren Importvolumina kann dies schnell fünf- bis sechsstellige Nachforderungen bedeuten — zusätzlich zu möglichen Bußgeldern. Für die DACH-Region relevant ist zudem, dass falsche Klassifikationen im Zusammenhang mit Antidumping-Maßnahmen (z. B. für bestimmte Stahlerzeugnisse aus China oder Solarmodule) strafrechtlich relevant werden können.

💡 Pro Tip — Verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) für teure oder regelmäßig importierte Produkte

Wenn Sie ein Produkt regelmäßig und in größeren Mengen importieren oder exportieren, lohnt sich die Beantragung einer verbindlichen Zolltarifauskunft (vZTA) beim zuständigen Hauptzollamt. Die vZTA ist eine rechtlich bindende Auskunft der Bundeszollverwaltung darüber, welche Zolltarifnummer für Ihr spezifisches Produkt gilt. Sie schützt Sie für 3 Jahre vor rückwirkenden Nachforderungen und gibt Ihnen Planungssicherheit für die Kalkulation Ihrer Importkosten. Den Antrag stellen Sie über das Zoll-Portal unter zoll.de. Die vZTA ist kostenlos und EU-weit gültig.

Praxisbeispiele: HS-Codes für häufige E-Commerce-Produkte im DACH-Raum

Die folgende Tabelle zeigt gängige E-Commerce-Produktkategorien mit ihren zugehörigen TARIC-Codes, Zollsätzen und besonderen Hinweisen — als Orientierungshilfe für DACH-Händler. Diese Angaben sind indikativ; prüfen Sie stets den aktuellen Code in der EU-TARIC-Datenbank, da die Nomenklatur regelmäßig aktualisiert wird.

Produktkategorie TARIC-Code (10 Stellen) EU-Drittlandszollsatz MwSt. DE Besonderheiten
Baumwoll-T-Shirt 6109 10 00 00 12 % 19 % Material (Baumwolle vs. Synthese) entscheidend für Kapitelzuordnung
Laptop / Notebook 8471 30 00 00 0 % 19 % ITA-Abkommen: Zollfreiheit für IT-Produkte — nicht mit Monitoren verwechseln
Smartphone 8517 12 00 00 0 % 19 % Lithium-Akkus: IATA/ADR-Regelungen für Luftfracht beachten
Kosmetik / Hautcreme 3304 99 00 00 6,5 % 19 % Inhaltsstoffe relevant: manche Substanzen unterliegen EU-Kosmetikverordnung 1223/2009
Kaffeemaschine 8516 71 00 00 2,7 % 19 % CE-Kennzeichnung und WEEE-Registrierung (ElektroG) für DE verpflichtend
Sportschuhe (Synthetik) 6404 11 00 00 17 % 19 % Sohlenmaterial und Obermaterial bestimmen die Unterposition
Holzmöbel 9403 30 00 00 2,7 % 19 % Holzherkunftsnachweis (EUTR/EUDR) bei Import aus Risikoländern erforderlich
Vitaminpräparate / Nahrungsergänzung 2106 90 92 00 7,7 % 7 % (ermäßigt) Einfuhrkontrolle durch BfR; Zulassung als Lebensmittel oder Arzneimittel prüfen

Häufige Klassifizierungsfehler und wie Sie sie vermeiden

In der Praxis entstehen die meisten Klassifizierungsfehler nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus strukturellen Schwächen im Versandprozess: fehlende zentrale Produktdatenbank mit hinterlegten TARIC-Codes, unkritische Übernahme von Lieferanten-Codes und manuelle Dateneingabe ohne Validierung. Die folgende Tabelle zeigt die häufigsten Fehler mit direktem Lösungsansatz.

Fehler Typische Ursache Konsequenz Lösung
Lieferanten-Code ungeprüft übernommen Vertrauen auf chinesischen/US-HS-Code ab Stelle 7 Falscher Zollsatz oder nicht erkannte Antidumping-Maßnahme Stellen 1–6 übernehmen, Stellen 7–10 immer im EZT-online prüfen
8-stelligen KN-Code für Einfuhranmeldung verwendet Verwechslung Export- und Importcode ATLAS-Anmeldung wird abgelehnt oder falsche Maßnahmen angewendet Für Import immer 10-stelligen TARIC-Code verwenden
Veralteter HS-Code aus 2022 Nomenklatur-Update nicht nachverfolgt (WCO aktualisiert alle 5 Jahre) Code existiert nicht mehr oder wurde verschoben — Anmeldung fehlerhaft Alle Produkt-Codes zu Jahresbeginn gegen aktuelle TARIC-Datenbank prüfen
Falsches Kapitel durch Produktkombination Produkt besteht aus mehreren Materialien — falsche Hauptkomponente gewählt Falscher Zollsatz; bei Textilien/Kunststoff-Kombinationen häufig Kapitel-Anmerkungen im EZT-online lesen; bei Zweifel vZTA beantragen
Kein TARIC-Code in Versanddokumentation Feld in Versandmanagement-Software leer gelassen Carrier verweigert Annahme oder Zoll hält Sendung an Pflichtfeld-Validierung in ShippyPro aktivieren — verhindert Etikettendruck ohne hinterlegten Code
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EZT-online — Elektronischer Zolltarif

Offizielles Zolltarif-Tool der Bundeszollverwaltung für Deutschland — kostenlos, stets aktuell, rechtlich verbindlich für TARIC-Code-Ermittlung.

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Was ist der Unterschied zwischen HS-Code, KN-Code und TARIC-Code?

Alle drei Systeme bauen aufeinander auf: Der HS-Code (6 Stellen) ist der globale Standard der Weltzollorganisation, gültig in 200+ Ländern. Der KN-Code (Kombinierte Nomenklatur, 8 Stellen) ist die EU-Erweiterung des HS-Codes und wird für Ausfuhranmeldungen (AES) und die EU-Außenhandelsstatistik verwendet. Der TARIC-Code (10 Stellen) ist die vollständige EU-Importnomenklatur — er bestimmt Zollsätze, Antidumping-Maßnahmen, Einfuhrgenehmigungen und die MwSt-Behandlung beim Import nach Deutschland. Für Einfuhranmeldungen in ATLAS ist stets der 10-stellige TARIC-Code erforderlich.

Kann ich denselben Code für Export und Import verwenden?

Nicht ohne Prüfung. Für die Ausfuhranmeldung in Deutschland (AES) verwenden Sie den 8-stelligen KN-Code. Für die Einfuhranmeldung in ATLAS müssen Sie den vollständigen 10-stelligen TARIC-Code verwenden. Zwar stimmen die ersten 8 Stellen häufig überein, aber die Stellen 9–10 sind ausschließlich für Einfuhrmaßnahmen relevant und müssen immer in der offiziellen EU-TARIC-Datenbank oder im EZT-online der Bundeszollverwaltung geprüft werden.

Was passiert, wenn ich eine falsche Zolltarifnummer verwende?

Eine falsche Zolltarifnummer gilt im deutschen Zollrecht als unrichtige Zollanmeldung. Wenn Sie dadurch zu wenig Zollabgaben gezahlt haben, kann die Bundeszollverwaltung bis zu 3 Jahre rückwirkend die Differenz inklusive Zinsen nachfordern. Bei vorsätzlicher Falschanmeldung drohen zusätzlich Bußgelder. Haben Sie zu viel gezahlt, können Sie eine Erstattung beantragen — aber nur innerhalb bestimmter Fristen und mit entsprechendem Aufwand. Die beste Absicherung ist eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim zuständigen Hauptzollamt.

Mein Lieferant aus China hat mir einen HS-Code gegeben. Kann ich den einfach verwenden?

Nur teilweise. Die ersten 6 Stellen des HS-Codes sind weltweit identisch — diese können Sie vom chinesischen Lieferanten übernehmen. Die Stellen 7–10 sind jedoch länderspezifisch: Das chinesische Zolltarifsystem (HS China, 10 Stellen) weicht ab Stelle 7 vom EU-TARIC-System ab. Sie müssen die Stellen 7–10 immer selbst im EZT-online oder der EU-TARIC-Datenbank ermitteln. Bei regelmäßig importierten teuren Produkten empfiehlt sich eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim deutschen Hauptzollamt.

Wie oft werden HS-Codes aktualisiert und wie bleibe ich auf dem aktuellen Stand?

Die Weltzollorganisation (WCO) aktualisiert das globale HS-System alle 5 Jahre — der letzte große Update war 2022. Die EU-TARIC-Nomenklatur und der deutsche EZT-online werden darüber hinaus laufend für neue Antidumping-Maßnahmen, Einfuhrgenehmigungspflichten und Freihandelsabkommen aktualisiert. Empfohlene Praxis: Prüfen Sie alle hinterlegten TARIC-Codes in Ihrem Produktkatalog zu Beginn jedes Jahres gegen die aktuelle TARIC-Datenbank — und aktivieren Sie in ShippyPro automatische Warnungen für Codes, die sich geändert haben.

HS-Codes hinterlegt — Zolldokumentation jetzt automatisieren

Hinterlegen Sie alle TARIC-Codes einmalig in ShippyPro. Die Plattform befüllt automatisch alle Zollfelder in Handelsrechnungen, CN22/CN23-Formularen und Exportanmeldungen — für DHL, DPD, UPS, FedEx und alle integrierten Carrier, ohne manuelle Dateneingabe.

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