Ihr Produkt wird an der Grenze festgehalten. Nicht wegen fehlendem Papier, nicht wegen einer ungültigen EORI-Nummer — sondern wegen einer einzigen falsch eingetragenen Zahl in einem zehnstelligen Code. Willkommen in der Welt der HS-Codes und Zolltarifnummern: dem unsichtbaren Klassifikationssystem, das über Zollsätze, MwSt-Behandlung, Einfuhrverbote und Exportlizenzen entscheidet. Für E-Commerce-Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Waren in Drittländer versenden oder aus ihnen importieren, ist die korrekte Zolltarifnummer keine bürokratische Nebensache — sie ist eine kritische finanzielle Entscheidung. Eine falsch klassifizierte Sendung bedeutet entweder Überzahlung von Zollabgaben oder, schlimmer, eine rückwirkende Nachforderung der Bundeszollverwaltung für bis zu drei Jahre inklusive Zinsen. Dieser Leitfaden erklärt den Aufbau des Harmonisierten Systems, die Unterschiede zwischen HS-Code, Kombinierter Nomenklatur (KN) und TARIC-Code im EU-Kontext, zeigt Ihnen, wie Sie den richtigen Code für Ihre Produkte finden, und erklärt, wie Sie Klassifizierungsfehler dauerhaft aus Ihren Versandprozessen eliminieren.
Der HS-Code (Harmonized System Code) ist eine standardisierte numerische Methode zur Klassifikation von Handelswaren, entwickelt von der Weltzollorganisation (WCO/WZO) und seit 1988 von über 200 Ländern und Zollgebieten verwendet. Das System deckt nahezu alle im internationalen Handel bewegten Waren ab und strukturiert sie in 21 Abschnitte, 99 Kapitel und tausende von Positionen und Unterpositionen. Stellen Sie sich den HS-Code als den „Reisepass Ihrer Ware" vor: Genau wie ein Mensch ohne gültigen Reisepass keine internationale Grenze passieren kann, kann Ihre Ware ohne korrekte Zolltarifnummer keine Zollabfertigung durchlaufen. Die Bundeszollverwaltung, erreichbar unter zoll.de, verwendet das HS-System als Grundlage für alle deutschen und EU-weiten Zollanmeldungen.
Im deutschen und europäischen Außenhandel begegnen Ihnen drei verwandte, aber unterschiedliche Klassifikationssysteme. Das Verständnis ihrer Unterschiede ist der erste Schritt zur fehlerfreien Zollanmeldung.
| System | Stellenanzahl | Gültigkeitsbereich | Verwendung | Offizielle Quelle |
|---|---|---|---|---|
| HS-Code (Harmonisiertes System) | 6 Stellen | Global — 200+ Länder | Internationale Basis-Klassifikation, Handelsstatistiken | WCO (wcoomd.org) |
| KN-Code (Kombinierte Nomenklatur) | 8 Stellen | Europäische Union | EU-Außenhandelsstatistik (INTRASTAT), Ausfuhranmeldung (AES) | EUR-Lex / EU-Zolltarifauskunft (EZT-online) |
| TARIC-Code | 10 Stellen | Europäische Union (Import) | EU-Einfuhranmeldung, Zollsatz-Bestimmung, Antidumping-Maßnahmen, MwSt-Behandlung | EU-TARIC-Datenbank (ec.europa.eu/taxation_customs/dds2/taric) |
Eine Zolltarifnummer ist wie eine Zwiebel aufgebaut — jede zusätzliche Ebene macht die Produktbeschreibung präziser. Das folgende Beispiel zeigt den vollständigen Aufbau anhand eines konkreten Produkts: Skischuhe.
| Stellen | Bezeichnung | Beispiel: Skischuhe | Gültig in |
|---|---|---|---|
| Stelle 1–2 | Kapitel (Breite Warenkategorie) | 64 (Schuhe) | 🌍 Global |
| Stelle 3–4 | Position (Spezifischer Warentyp) | 6402 (Schuhe mit Laufsohle aus Gummi/Kunststoff) | 🌍 Global |
| Stelle 5–6 | Unterposition (Detailmerkmal) | 6402 12 (Skischuhe und Snowboard-Schuhe) | 🌍 Global — HS-Code endet hier |
| Stelle 7–8 | KN-Unterposition (EU-spezifisch) | 6402 12 10 (Skischuhe) | 🇪🇺 EU — KN-Code / Ausfuhranmeldung AES |
| Stelle 9–10 | TARIC-Unterposition (EU-Importmaßnahmen) | 6402 12 10 00 | 🇪🇺 EU — Einfuhranmeldung ATLAS, Zollsatz, MwSt |
Die letzten zwei Stellen des TARIC-Codes sind keine kosmetische Ergänzung — sie bestimmen Antidumping-Zölle, Einfuhrbeschränkungen, Präferenzzollsätze aus Freihandelsabkommen und die MwSt-Behandlung beim Import. Ein Produkt, das mit „00" korrekt deklariert wird, kann mit einer anderen Endung einem Antidumping-Zoll von 30–80 % unterliegen oder einer Einfuhrgenehmigungspflicht. Die offiziellen deutschen und EU-Stellen für die Ermittlung des korrekten TARIC-Codes sind das EZT-online (Elektronischer Zolltarif) der Bundeszollverwaltung unter zoll.de sowie die EU-TARIC-Datenbank der Europäischen Kommission.
Für den deutschen Außenhandel gilt eine klare Faustregel, die viele Händler erst nach der ersten kostspieligen Fehldeklaration lernen. Für die Ausfuhranmeldung (AES — Automatisiertes Ausfuhrsystem) benötigen Sie den 8-stelligen KN-Code. Für die Einfuhranmeldung in ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungs-System der Bundeszollverwaltung) müssen Sie den vollständigen 10-stelligen TARIC-Code verwenden. Wenden Sie diese Regel konsequent an und konfigurieren Sie Ihre Versandmanagement-Software entsprechend — ShippyPro ermöglicht es, für jedes Produkt sowohl den KN-Code (Export) als auch den TARIC-Code (Import) getrennt zu hinterlegen, sodass bei der Etikettengeneration automatisch das richtige Format verwendet wird.
Ein chinesischer Lieferant schickt Ihnen den HS-Code 8471.30.0000 für einen Laptop. Sie übernehmen die letzten vier Stellen ungeprüft in Ihre EU-Einfuhranmeldung. Das Problem: Nach Stelle 6 weichen das chinesische und das EU-TARIC-System ab. Der resultierende TARIC-Code für die EU-Einfuhr ist möglicherweise falsch — mit der Folge eines falschen Zollsatzes oder einer nicht erkannten Antidumping-Maßnahme.
Die ersten 6 Stellen des HS-Codes sind weltweit identisch — Sie können sie vom Lieferanten übernehmen. Aber die Stellen 7–10 müssen Sie immer selbst gegen die EU-TARIC-Datenbank oder das EZT-online der Bundeszollverwaltung prüfen. Für regelmäßig importierte Produkte lohnt sich eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim Zoll.
Das offizielle Werkzeug für deutsche und EU-Händler ist das EZT-online (Elektronischer Zolltarif) der Bundeszollverwaltung sowie die EU-TARIC-Datenbank. Verwenden Sie niemals allgemeine Google-Suchen oder US-amerikanische HTS-Datenbanken — diese weichen ab Stelle 7 vom EU-Standard ab und führen zu Fehldeklarationen.
Rufen Sie das EZT-online der Bundeszollverwaltung unter zoll.de auf (Navigation: Fachthemen → Zölle → Elektronischer Zolltarif) oder die EU-TARIC-Datenbank direkt unter ec.europa.eu → TARIC. Beide Quellen sind kostenlos und stets aktuell.
Geben Sie eine Produktbeschreibung in die Suchmaske ein (z. B. „Baumwoll-T-Shirt") und navigieren Sie zum passenden Kapitel. Kapitel 61 umfasst beispielsweise „Kleidung und Bekleidungszubehör, gewirkt oder gestrickt". Lesen Sie die Kapitel-Anmerkungen sorgfältig — sie definieren Ausnahmen und Grenzen zwischen Kapiteln.
Bohren Sie sich durch die Positionen und Unterpositionen, bis Sie bei der 6-stelligen HS-Unterposition angelangt sind. Für ein Baumwoll-T-Shirt: Kapitel 61 → Position 6109 (T-Shirts, Unterhemden und ähnliche Waren) → Unterposition 6109 10 (aus Baumwolle). Dieser 6-stellige Code ist weltweit gültig.
Im EZT-online klicken Sie auf die 6-stellige Unterposition und wählen die korrekte 8-stellige KN-Position (für Export/AES) sowie die 10-stellige TARIC-Unterposition (für Import/ATLAS). Prüfen Sie in der TARIC-Datenbank unter dem Reiter „Maßnahmen" den Drittlandszollsatz (z. B. 12 %), eventuelle Antidumping-Zölle, Einfuhrlizenzen und die MwSt-Behandlung.
Hinterlegen Sie den geprüften TARIC-Code für jedes Produkt in Ihrer ShippyPro-Versandplattform. ShippyPro verwendet den hinterlegten Code automatisch bei der Generierung von Handelsrechnungen, CN22/CN23-Formularen und elektronischen Zollanmeldungen — für DHL Express, UPS, FedEx und alle anderen integrierten Carrier.
Im deutschen Zollrecht gilt eine falsch angegebene Zolltarifnummer als unrichtige Zollanmeldung — unabhängig davon, ob die Falscheintragung vorsätzlich oder aus Unwissenheit erfolgte. Die Bundeszollverwaltung unterscheidet bei den Konsequenzen zwischen Überzahlung und Unterzahlung von Zollabgaben, aber beide Szenarien sind kostspielig.
Sie klassifizieren ein Tablet-Computer (TARIC: 8471.30 — Zollsatz 0 %) irrtümlich als Monitor (TARIC: 8528.52 — Zollsatz 14 %). Bei einem Importwert von 50.000 € zahlen Sie 7.000 € Zollabgaben, die Sie rechtlich nicht schulden. Die Rückforderung zu Unrecht gezahlter Zollabgaben ist zwar möglich, aber aufwändig und zeitintensiv — und gelingt nur innerhalb bestimmter Fristen.
Sie klassifizieren Waren mit einem Zollsatz von 6,5 % irrtümlich unter einen Code mit 0 %. Die Bundeszollverwaltung kann bei einer Betriebsprüfung oder Zollprüfung die letzten 3 Jahre rückwirkend prüfen und die Differenz inklusive Zinsen nachfordern. Bei größeren Importvolumina kann dies schnell fünf- bis sechsstellige Nachforderungen bedeuten — zusätzlich zu möglichen Bußgeldern. Für die DACH-Region relevant ist zudem, dass falsche Klassifikationen im Zusammenhang mit Antidumping-Maßnahmen (z. B. für bestimmte Stahlerzeugnisse aus China oder Solarmodule) strafrechtlich relevant werden können.
Wenn Sie ein Produkt regelmäßig und in größeren Mengen importieren oder exportieren, lohnt sich die Beantragung einer verbindlichen Zolltarifauskunft (vZTA) beim zuständigen Hauptzollamt. Die vZTA ist eine rechtlich bindende Auskunft der Bundeszollverwaltung darüber, welche Zolltarifnummer für Ihr spezifisches Produkt gilt. Sie schützt Sie für 3 Jahre vor rückwirkenden Nachforderungen und gibt Ihnen Planungssicherheit für die Kalkulation Ihrer Importkosten. Den Antrag stellen Sie über das Zoll-Portal unter zoll.de. Die vZTA ist kostenlos und EU-weit gültig.
Die folgende Tabelle zeigt gängige E-Commerce-Produktkategorien mit ihren zugehörigen TARIC-Codes, Zollsätzen und besonderen Hinweisen — als Orientierungshilfe für DACH-Händler. Diese Angaben sind indikativ; prüfen Sie stets den aktuellen Code in der EU-TARIC-Datenbank, da die Nomenklatur regelmäßig aktualisiert wird.
| Produktkategorie | TARIC-Code (10 Stellen) | EU-Drittlandszollsatz | MwSt. DE | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Baumwoll-T-Shirt | 6109 10 00 00 | 12 % | 19 % | Material (Baumwolle vs. Synthese) entscheidend für Kapitelzuordnung |
| Laptop / Notebook | 8471 30 00 00 | 0 % | 19 % | ITA-Abkommen: Zollfreiheit für IT-Produkte — nicht mit Monitoren verwechseln |
| Smartphone | 8517 12 00 00 | 0 % | 19 % | Lithium-Akkus: IATA/ADR-Regelungen für Luftfracht beachten |
| Kosmetik / Hautcreme | 3304 99 00 00 | 6,5 % | 19 % | Inhaltsstoffe relevant: manche Substanzen unterliegen EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 |
| Kaffeemaschine | 8516 71 00 00 | 2,7 % | 19 % | CE-Kennzeichnung und WEEE-Registrierung (ElektroG) für DE verpflichtend |
| Sportschuhe (Synthetik) | 6404 11 00 00 | 17 % | 19 % | Sohlenmaterial und Obermaterial bestimmen die Unterposition |
| Holzmöbel | 9403 30 00 00 | 2,7 % | 19 % | Holzherkunftsnachweis (EUTR/EUDR) bei Import aus Risikoländern erforderlich |
| Vitaminpräparate / Nahrungsergänzung | 2106 90 92 00 | 7,7 % | 7 % (ermäßigt) | Einfuhrkontrolle durch BfR; Zulassung als Lebensmittel oder Arzneimittel prüfen |
In der Praxis entstehen die meisten Klassifizierungsfehler nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus strukturellen Schwächen im Versandprozess: fehlende zentrale Produktdatenbank mit hinterlegten TARIC-Codes, unkritische Übernahme von Lieferanten-Codes und manuelle Dateneingabe ohne Validierung. Die folgende Tabelle zeigt die häufigsten Fehler mit direktem Lösungsansatz.
| Fehler | Typische Ursache | Konsequenz | Lösung |
|---|---|---|---|
| Lieferanten-Code ungeprüft übernommen | Vertrauen auf chinesischen/US-HS-Code ab Stelle 7 | Falscher Zollsatz oder nicht erkannte Antidumping-Maßnahme | Stellen 1–6 übernehmen, Stellen 7–10 immer im EZT-online prüfen |
| 8-stelligen KN-Code für Einfuhranmeldung verwendet | Verwechslung Export- und Importcode | ATLAS-Anmeldung wird abgelehnt oder falsche Maßnahmen angewendet | Für Import immer 10-stelligen TARIC-Code verwenden |
| Veralteter HS-Code aus 2022 | Nomenklatur-Update nicht nachverfolgt (WCO aktualisiert alle 5 Jahre) | Code existiert nicht mehr oder wurde verschoben — Anmeldung fehlerhaft | Alle Produkt-Codes zu Jahresbeginn gegen aktuelle TARIC-Datenbank prüfen |
| Falsches Kapitel durch Produktkombination | Produkt besteht aus mehreren Materialien — falsche Hauptkomponente gewählt | Falscher Zollsatz; bei Textilien/Kunststoff-Kombinationen häufig | Kapitel-Anmerkungen im EZT-online lesen; bei Zweifel vZTA beantragen |
| Kein TARIC-Code in Versanddokumentation | Feld in Versandmanagement-Software leer gelassen | Carrier verweigert Annahme oder Zoll hält Sendung an | Pflichtfeld-Validierung in ShippyPro aktivieren — verhindert Etikettendruck ohne hinterlegten Code |
Hinterlegen Sie TARIC-Codes für alle Produkte einmalig in ShippyPro — automatische Verwendung in Handelsrechnungen, CN22/CN23 und Zollanmeldungen für alle Carrier.
Plattform entdecken →Automatische Warnung bei fehlendem TARIC-Code vor dem Etikettendruck — verhindert Fehldeklarationen und Zollstopp für internationale Sendungen.
Automatisierung ansehen →Erkennen Sie Zollgebühren-Abweichungen durch falsche Carrier-Klassifikationen — strukturierte Rückforderung von Überbelastungen durch fehlerhafte HS-Codes.
Rechnungsanalyse starten →Offizielles Zolltarif-Tool der Bundeszollverwaltung für Deutschland — kostenlos, stets aktuell, rechtlich verbindlich für TARIC-Code-Ermittlung.
EZT-online aufrufen →Europäische Kommission TARIC-Datenbank für vollständige Maßnahmen-Übersicht — Zollsätze, Antidumping, Einfuhrgenehmigungen und MwSt-Behandlung.
TARIC-Datenbank öffnen →Vollständige Leitfäden für DACH-Händler im grenzüberschreitenden E-Commerce — EORI, HS-Codes, Zollanmeldung, ADR und internationale Versandautomatisierung.
Ressourcen ansehen →Alle drei Systeme bauen aufeinander auf: Der HS-Code (6 Stellen) ist der globale Standard der Weltzollorganisation, gültig in 200+ Ländern. Der KN-Code (Kombinierte Nomenklatur, 8 Stellen) ist die EU-Erweiterung des HS-Codes und wird für Ausfuhranmeldungen (AES) und die EU-Außenhandelsstatistik verwendet. Der TARIC-Code (10 Stellen) ist die vollständige EU-Importnomenklatur — er bestimmt Zollsätze, Antidumping-Maßnahmen, Einfuhrgenehmigungen und die MwSt-Behandlung beim Import nach Deutschland. Für Einfuhranmeldungen in ATLAS ist stets der 10-stellige TARIC-Code erforderlich.
Nicht ohne Prüfung. Für die Ausfuhranmeldung in Deutschland (AES) verwenden Sie den 8-stelligen KN-Code. Für die Einfuhranmeldung in ATLAS müssen Sie den vollständigen 10-stelligen TARIC-Code verwenden. Zwar stimmen die ersten 8 Stellen häufig überein, aber die Stellen 9–10 sind ausschließlich für Einfuhrmaßnahmen relevant und müssen immer in der offiziellen EU-TARIC-Datenbank oder im EZT-online der Bundeszollverwaltung geprüft werden.
Eine falsche Zolltarifnummer gilt im deutschen Zollrecht als unrichtige Zollanmeldung. Wenn Sie dadurch zu wenig Zollabgaben gezahlt haben, kann die Bundeszollverwaltung bis zu 3 Jahre rückwirkend die Differenz inklusive Zinsen nachfordern. Bei vorsätzlicher Falschanmeldung drohen zusätzlich Bußgelder. Haben Sie zu viel gezahlt, können Sie eine Erstattung beantragen — aber nur innerhalb bestimmter Fristen und mit entsprechendem Aufwand. Die beste Absicherung ist eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim zuständigen Hauptzollamt.
Nur teilweise. Die ersten 6 Stellen des HS-Codes sind weltweit identisch — diese können Sie vom chinesischen Lieferanten übernehmen. Die Stellen 7–10 sind jedoch länderspezifisch: Das chinesische Zolltarifsystem (HS China, 10 Stellen) weicht ab Stelle 7 vom EU-TARIC-System ab. Sie müssen die Stellen 7–10 immer selbst im EZT-online oder der EU-TARIC-Datenbank ermitteln. Bei regelmäßig importierten teuren Produkten empfiehlt sich eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim deutschen Hauptzollamt.
Die Weltzollorganisation (WCO) aktualisiert das globale HS-System alle 5 Jahre — der letzte große Update war 2022. Die EU-TARIC-Nomenklatur und der deutsche EZT-online werden darüber hinaus laufend für neue Antidumping-Maßnahmen, Einfuhrgenehmigungspflichten und Freihandelsabkommen aktualisiert. Empfohlene Praxis: Prüfen Sie alle hinterlegten TARIC-Codes in Ihrem Produktkatalog zu Beginn jedes Jahres gegen die aktuelle TARIC-Datenbank — und aktivieren Sie in ShippyPro automatische Warnungen für Codes, die sich geändert haben.
Hinterlegen Sie alle TARIC-Codes einmalig in ShippyPro. Die Plattform befüllt automatisch alle Zollfelder in Handelsrechnungen, CN22/CN23-Formularen und Exportanmeldungen — für DHL, DPD, UPS, FedEx und alle integrierten Carrier, ohne manuelle Dateneingabe.
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