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CN22 vs. CN23: Der vollständige Leitfaden 2026 für DACH-Händler im internationalen Postversand

Ausgabe 2026 · 9 Min. Lesezeit · Vom ShippyPro-Team

Ihr Paket geht auf die Reise in die Schweiz, nach Großbritannien oder in die USA — und kurz vor der Übergabe an Deutsche Post oder DHL Paket International die entscheidende Frage: CN22 oder CN23? Der kleine grüne Aufkleber oder das vollständige A5-Dokument in der transparenten Versandtasche? Diese Entscheidung ist keine bürokratische Kleinigkeit. Falsch gewählt, wird Ihre Sendung an der Grenze festgehalten, vom Empfängerland zurückgewiesen oder Ihr Kunde mit unerwarteten Verwaltungsgebühren belastet. Im schlimmsten Fall landet das Paket nach wochenlanger Wartezeit auf Ihre Kosten als Rücksendung in Ihrem Lager. CN22 und CN23 sind standardisierte Zollanmeldeformulare des Weltpostvereins (UPU) — die internationale Grundlage für den grenzüberschreitenden Postversand in über 192 Mitgliedsländern. Sie teilen dem Zoll des Empfängerlandes mit, was sich im Paket befindet, damit Zollabgaben und Einfuhrumsatzsteuer korrekt berechnet werden können. Dieser Leitfaden erklärt Ihnen die exakte Entscheidungsregel, zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie beide Formulare korrekt ausfüllen, und erklärt, welche Besonderheiten für den Versand aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten.

🗝 Das Wichtigste

  1. Die 300-SZR-Regel: Der Hauptunterschied ist der Warenwert. Pakete bis ca. 355 € (300 SZR) verwenden CN22. Pakete über diesem Wert benötigen zwingend CN23.
  2. Die 2-kg-Grenze: Unabhängig vom Wert — wiegt das Paket mehr als 2 kg, müssen Sie auf CN23 wechseln, auch wenn der Warenwert unter 355 € liegt.
  3. Post vs. Kurierdienst: CN22 und CN23 gelten für Postdienste (Deutsche Post, Österreichische Post, Swiss Post). Private Kurierdienste wie DHL Express, UPS und FedEx verwenden stattdessen eine Handelsrechnung (Commercial Invoice) — die benötigten Daten sind jedoch identisch.
  4. Niemals „Geschenk" ankreuzen: Auch bei Niedrigstwaren müssen Sie eine genaue Produktbeschreibung und einen HS-Code (Zolltarifnummer) angeben. „Geschenk" (Gift) auf einer kommerziellen Sendung anzukreuzen gilt als Zollbetrug.
  5. Unterschrift ist Pflicht: Ein nicht unterschriebenes CN22 oder CN23 ist rechtlich ungültig und wird vom Empfängerland sofort zurückgewiesen — unabhängig vom Inhalt.

CN22 und CN23: Grundlagen und die SZR-Verwirrung

CN22 und CN23 wurden vom Weltpostverein (UPU) entwickelt und sind in allen 192 UPU-Mitgliedsländern standardisiert. Das „CN" steht für „Customs/Notification" — also Zollanmeldung. Die beiden Formulare sind nicht austauschbar: Jedes hat sein eigenes Format, seinen eigenen Informationsumfang und seinen eigenen Anwendungsbereich.

Die häufigste Verwirrung entsteht durch die Wertgrenzen, die in SZR (Sonderziehungsrechten) angegeben sind — einer Währungseinheit des Internationalen Währungsfonds (IWF), die als Korbwährung aus US-Dollar, Euro, britischem Pfund, japanischem Yen und chinesischem Renminbi besteht. Der SZR-Kurs schwankt täglich. Für die praktische Anwendung im E-Commerce gilt die folgende Näherungstabelle für 2026.

300-SZR-Grenze: Umrechnungstabelle 2026

Währung 300 SZR (Näherungswert 2026) Aktion bei Überschreitung
EUR (€) ca. 355 € Wert über 355 € → CN23 verwenden
CHF (sfr) ca. 390 CHF Wert über 390 CHF → CN23 verwenden
GBP (£) ca. 270 £ Wert über 270 £ → CN23 verwenden
USD ($) ca. 395 $ Wert über 395 $ → CN23 verwenden
CAD ($) ca. 530 $ Wert über 530 $ → CN23 verwenden
AUD ($) ca. 600 $ Wert über 600 $ → CN23 verwenden
⚠ Achtung — Knapp unter der Grenze? Im Zweifel immer CN23

Liegt Ihr Warenwert nahe an der 300-SZR-Grenze (z. B. 340 € oder 380 CHF), verwenden Sie immer das CN23. Der SZR-Kurs schwankt täglich, und Zollbehörden im Empfängerland können den Warenwert eigenständig neu bewerten — besonders bei Elektronik oder Markenprodukten. Zu viele Details zu liefern ist deutlich günstiger als zu wenige. Eine Rücksendung aus Japan oder Kanada kostet Sie mehr als die zwei Minuten, die das CN23 länger zum Ausfüllen braucht.

Die Entscheidungsregel: Wann CN22, wann CN23?

Die Entscheidung zwischen CN22 und CN23 folgt zwei einfachen Regeln, die in Kombination anzuwenden sind. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein, um CN22 verwenden zu dürfen — sobald eine Bedingung nicht erfüllt ist, ist CN23 Pflicht.

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Prüfung 1: Warenwert

Ist der Gesamtwarenwert des Pakets unter 300 SZR (ca. 355 € / 390 CHF / 270 £)? Wenn ja → weiter zu Prüfung 2. Wenn nein → CN23 zwingend erforderlich.

💡 Der „Warenwert" ist der tatsächliche Handelswert (Verkaufspreis an den Endkunden) — nicht der Herstellungspreis, nicht der Rabattpreis, nicht der Versicherungswert. Verwenden Sie exakt den Betrag, der auf der Handelsrechnung steht.
 
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Prüfung 2: Paketgewicht

Wiegt das Paket maximal 2 kg? Wenn ja → CN22 ist ausreichend. Wenn nein (über 2 kg) → CN23 zwingend erforderlich, auch wenn der Warenwert unter 355 € liegt.

💡 Das Gewicht ist das tatsächliche Bruttogewicht des versandfertigen Pakets inklusive Verpackung — nicht das Produktgewicht aus Ihrem Produktkatalog. Wiegen Sie nach dem Einpacken.
 
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Ergebnis: Formular wählen und platzieren

CN22: Kleiner Aufkleber (74 mm × 105 mm), direkt auf die Paketaußenseite kleben — nicht über Adresse oder Barcode. CN23: Vollständiges Dokument (A5 oder A4), in eine transparente Versandtasche (CP72-Beutel, „Dokumente beigefügt") einlegen und außen am Paket befestigen — so, dass der Zoll es entnehmen und lesen kann, ohne das Paket zu öffnen.

Vergleichsmatrix: CN22 vs. CN23 im direkten Vergleich

Merkmal CN22 (Aufkleber) CN23 (Vollständiges Dokument)
Wertgrenze Bis 300 SZR (ca. 355 €) Über 300 SZR (ca. 355 €)
Gewichtsgrenze Max. 2 kg Über 2 kg (bis 20–30 kg je Postdienst)
Format Aufkleber, 74 mm × 105 mm Dokument A5 oder A4
Befestigung am Paket Direkt aufgeklebt auf Paketaußenseite In transparenter CP72-Versandtasche außen am Paket
Informationstiefe Grundlegend: Beschreibung, Gewicht, Wert, HS-Code Detailliert: + Lizenzen, Kommentare, Versicherungswert, Herkunftsland
Begleitdokument Keines CP71-Aufgabeschein (Versandinformation für den Postdienstleister)
Unterschrift erforderlich Ja — rechtlich Pflicht Ja — rechtlich Pflicht
Typische Anwendung DE Bekleidung, Accessoires, Kleinelektronik bis 355 € unter 2 kg via Deutsche Post International Elektronik über 355 €, schwere Pakete, B2B-Warenmuster, alles via Swiss Post oder Österreichische Post über 2 kg
💡 Pro Tip — Der CP71-Aufgabeschein und warum er oft vergessen wird

Wenn Sie CN23 verwenden, benötigen Sie in der Regel auch einen CP71-Aufgabeschein als Begleitdokument. Das CN23 ist für den Zoll (Abgaben und Steuern). Der CP71 ist für den Postdienstleister (Adress- und Zustellinformationen). Beide Dokumente werden bei professionellen Versandlösungen als Set gedruckt. Wenn Sie nur das CN23 ohne CP71 übergeben, kann der Postdienstleister die Sendung ablehnen oder — schlimmer — das CP71 fehlt an der Destination und die Sendung kann nicht zugestellt werden. In ShippyPro werden CN23 und CP71 automatisch zusammen als druckfertiges Set generiert.

CN22 und CN23 korrekt ausfüllen: Die Anti-Rücksendungs-Anleitung

Unabhängig davon, ob Sie CN22 oder CN23 verwenden — die Datenfelder sind streng reglementiert. Unvollständige oder ungenaue Angaben führen fast immer zu Rücksendungen. Die folgende Anleitung geht durch alle Pflichtfelder mit konkreten Beispielen für DACH-Händler.

Feld 1: Art der Sendung (Nature of Goods)

Dieses Auswahlfeld bestimmt den steuerlichen und rechtlichen Rahmen der Sendung. Für E-Commerce-Händler gilt fast immer eine einzige korrekte Antwort:

Option Wann ankreuzen Beispiel Häufiger Fehler
Warenverkauf (Sale of Goods) Alle B2C-E-Commerce-Bestellungen — Standard Kunde kauft T-Shirt für 29 €
Handelsmuster (Commercial Sample) Nur B2B-Muster mit Pro-forma-Rechnung Muster an Großhändler ohne Bezahlung Für B2C-Rücksendungen falsch angekreuzt
Dokumente (Documents) Ausschließlich für schriftliche Dokumente ohne Handelswert Vertragsunterlagen, Zertifikate Für Produktpakete mit beiliegenden Rechnungen falsch angekreuzt
Geschenk (Gift) Nur für Privatpersonen an Privatpersonen — niemals für E-Commerce Oma schickt Geburtstagspaket an Enkelin ❌ Auf E-Commerce-Paketen = Zollbetrug
Rücksendung (Returned Goods) Für retournierte Waren, die zum ursprünglichen Versender zurückgehen Kunde retourniert bestelltes Produkt Oft vergessen — vermeidet doppelte Verzollung
⚠ Achtung — „Geschenk" auf einer kommerziellen Sendung = Zollbetrug

Das Ankreuzen von „Geschenk" (Gift) auf einer E-Commerce-Bestellung ist nach dem Zollrecht aller relevanten Empfängerländer ein Verstoß gegen Zollvorschriften — in vielen Ländern explizit strafbewehrt. In Deutschland qualifiziert die Bundeszollverwaltung dies als Zollhinterziehung. In der Schweiz kann das Eidgenössische Zollamt (EZV / Oberzolldirektion) Bußgelder verhängen und die Sendung beschlagnahmen. In Japan führt es zu automatischer Sperrung der Importnummer des Empfängers. Verwenden Sie für alle kommerziellen Sendungen ausnahmslos „Warenverkauf (Sale of Goods)" — unabhängig vom Warenwert.

Feld 2: Genaue Beschreibung des Inhalts

Dies ist das Feld, bei dem die meisten Rücksendungen entstehen. Zollbehörden weltweit haben spezifische Qualitätsanforderungen an die Produktbeschreibung — und generische Angaben werden zunehmend automatisch durch KI-gestützte Zollsysteme (wie das deutsche ATLAS oder das US-amerikanische ACE) als unzureichend markiert.

Produktkategorie ❌ Unzureichend ✅ Korrekt
Bekleidung „Kleidung", „Textilien", „Stoff" „Herren-T-Shirt aus Baumwolle, Größe L"
Schuhe „Schuhe", „Footwear" „Damen-Laufschuhe, Obermaterial Synthetik, Größe 38"
Elektronik „Elektronik", „Gerät", „Parts" „Kabelloser Bluetooth-Kopfhörer, Li-Ion-Akku eingebaut"
Kosmetik „Kosmetik", „Beauty", „Creme" „Gesichtscreme, 50 ml, nicht medizinisch"
Wanduhr „Dekoration", „Home" „Wanduhr aus Kunststoff, Batterie entfernt"
Lebensmittel „Lebensmittel", „Food" „Schwarzer Tee, 100 g, abgepackt, pflanzlichen Ursprungs"

Feld 3: HS-Code (Zolltarifnummer)

Auf beiden Formularen — CN22 und CN23 — ist die Angabe der Zolltarifnummer (HS-Code) für alle kommerziellen Artikel Pflicht. Mindestanforderung ist der 6-stellige HS-Code (global gültig). Empfehlung für professionelle Händler: den vollständigen 8-stelligen KN-Code angeben. Den richtigen Code ermitteln Sie im EZT-online der Bundeszollverwaltung oder in der EU-TARIC-Datenbank. Beispiele: Baumwoll-T-Shirt = 6109.10, Laufschuhe (Synthetik) = 6404.11, Bluetooth-Kopfhörer = 8518.30.

Feld 4: Warenwert und Währung

Der angegebene Warenwert muss exakt mit dem Betrag auf der Handelsrechnung übereinstimmen, die sich im Paket befindet oder als Datei dem Carrier übermittelt wird. Unterbewertungen — also das absichtliche Angeben eines niedrigeren Wertes, um Zollabgaben zu reduzieren — sind in allen relevanten Zielmärkten (Schweiz, UK, USA, Japan, Kanada) als Zollbetrug strafbewehrt. Die Schweizer Oberzolldirektion ist bekannt für besonders gründliche Wertprüfungen bei Paketen aus der EU.

Feld 5: Ursprungsland

Das Ursprungsland ist das Land, in dem die Ware hergestellt wurde — nicht das Land, von dem aus Sie versenden. Ein T-Shirt, das in Bangladesch hergestellt, in Deutschland auf Lager gelegt und von Hamburg aus nach Japan verschickt wird, hat das Ursprungsland „BD" (Bangladesch) — nicht „DE". Diese Unterscheidung ist besonders relevant für Präferenzzölle aus EU-Freihandelsabkommen (z. B. EU-Japan EPA, EU-Kanada CETA), bei denen das Ursprungsland über die Höhe des Zollsatzes entscheidet.

DACH-Besonderheiten: Schweiz, UK, Österreich und EU-Drittländer

Für DACH-Händler gibt es beim internationalen Postversand einige marktspezifische Besonderheiten, die über die allgemeinen UPU-Regeln hinausgehen. Die wichtigsten drei Szenarien werden hier detailliert beschrieben.

Versand Deutschland → Schweiz

Obwohl die Schweiz geographisch von der EU umgeben ist, ist sie kein EU-Mitglied und kein Teil des EU-Zollgebiets. Jede Sendung von Deutschland in die Schweiz — auch ein kleines Päckchen für 10 € — erfordert eine Zollanmeldung. Deutsche Händler, die regelmäßig in die Schweiz versenden, müssen die Schweizer MwSt-Registrierungspflicht kennen: Ab einem Jahresumsatz von 100.000 CHF mit Lieferungen in die Schweiz besteht eine Pflicht zur Registrierung beim Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD). Für Sendungen via Deutsche Post International gilt: CN22 bis 2 kg und bis ca. 390 CHF Warenwert, CN23 darüber. DHL Paket International in die Schweiz verwendet eine elektronische Handelsrechnung, die dieselben Datenfelder enthält.

Versand Deutschland → Großbritannien (post-Brexit)

Seit dem Brexit am 1. Januar 2021 ist das Vereinigte Königreich ein Drittland außerhalb des EU-Zollgebiets. Für Sendungen von Deutschland nach Großbritannien über Postdienste gelten CN22 und CN23 nach denselben Wert- und Gewichtsregeln wie für alle anderen Drittländer. Zusätzlich relevant: die britische Import VAT (20 %) und bei B2C-Sendungen unter 135 £ die Pflicht zur Erhebung und Abführung der UK-MwSt direkt durch den ausländischen Verkäufer (HMRC-Registrierung erforderlich). Deutsche Post International und DHL Paket International nach UK erfordern zudem eine vollständige elektronische Vorabanmeldung (Advance Electronic Data, AED) — rein physische CN22/CN23-Aufkleber ohne elektronische Übermittlung werden von HMRC seit 2023 nicht mehr akzeptiert.

Versand Österreich / Schweiz → Drittländer

Österreichische Händler, die über Österreichische Post versenden, und Schweizer Händler, die über Swiss Post versenden, verwenden dieselben UPU-standardisierten CN22/CN23-Formulare. Die Schwellenwerte in EUR und CHF gelten entsprechend. Wichtig: Österreich ist EU-Mitglied und verwendet den EU-TARIC-Code auf Zollanmeldungen — die Bundeszollverwaltung und die Österreichische Zollbehörde (BMF) arbeiten über das EU-ATLAS-System zusammen. Die Schweiz verwendet ihr eigenes System (e-dec / NCTS) und hat eigene Zollnummern (HS-Codes nach Schweizer Generaltarif).

Häufige Fehler bei CN22 und CN23 — und wie Sie sie dauerhaft vermeiden

Die folgende Tabelle fasst die häufigsten Fehler zusammen, die zu Rücksendungen, Zollstopps und Kundenbeschwerden führen — mit direkten Lösungsansätzen für DACH-Händler.

Fehler Konsequenz Lösung
CN22 verwendet obwohl Wert über 355 € oder Gewicht über 2 kg Sendung wird an Zollgrenze zurückgewiesen; Rücksendung auf Absenderkosten Automatische Formularauswahl in ShippyPro basierend auf Warenwert und Gewicht aktivieren
„Geschenk" (Gift) auf kommerzieller Sendung angekreuzt Zollbetrug; Beschlagnahme, Bußgeld, Sperrung der Importnummer Immer „Warenverkauf (Sale of Goods)" für E-Commerce verwenden
Generische Produktbeschreibung (z. B. „Kleidung") Automatische Markierung durch KI-Zollsysteme; Inspektion und Verzögerung Spezifische Beschreibung: Material, Verwendungszweck, Produkttyp
Fehlender oder falscher HS-Code Falscher Zollsatz; Rücksendung oder Nachforderung im Empfängerland HS-Code pro Produkt im Produktkatalog hinterlegen; automatische Übernahme auf CN22/CN23
Warenwert unterstützt nicht Rechnung Zollbetrug; Empfänger wird zusätzlich besteuert auf Differenz Warenwert auf CN22/CN23 immer identisch mit Handelsrechnung
Fehlende Unterschrift Formular rechtlich ungültig; sofortige Zurückweisung im Empfängerland Bei manuellem Ausfüllen nie vergessen; bei elektronischer Generierung in ShippyPro automatisch integriert
CN23 ohne CP71-Aufgabeschein übergeben Postdienstleister lehnt Annahme ab oder Sendung kann am Ziel nicht zugestellt werden CN23 und CP71 immer als Set drucken — ShippyPro generiert beide Dokumente automatisch zusammen
Falsches Ursprungsland eingetragen (Versandland statt Produktionsland) Falsche Zollsatzermittlung; möglicher Verlust von Präferenzzoll aus Freihandelsabkommen Ursprungsland im Produktkatalog pro SKU hinterlegen — nicht das Versandland

CN22 und CN23 automatisch generieren mit ShippyPro

Wenn Sie täglich internationale Sendungen über Postdienste oder Kurierdienste verarbeiten, ist die manuelle Erstellung von CN22 und CN23 nicht nur zeitaufwändig, sondern auch fehleranfällig — gerade bei hohem Bestellvolumen. Über die ShippyPro-Versandplattform werden CN22 und CN23 vollautomatisch generiert, sobald ein internationales Versandetikett erstellt wird.

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Manueller Prozess — täglich Fehlerrisiko

Für jede internationale Bestellung: Warenwert prüfen → Gewicht prüfen → richtiges Formular wählen → Produktbeschreibung eingeben → HS-Code nachschlagen → Wert eintragen → Ursprungsland prüfen → unterschreiben → drucken → am Paket befestigen. Bei 30 internationalen Sendungen täglich bedeutet das 30 Gelegenheiten für einen teuren Fehler.

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ShippyPro automatisiert — einmal einrichten, nie mehr manuell

Produktbeschreibungen, HS-Codes und Ursprungsländer einmalig pro SKU hinterlegen. ShippyPro wählt automatisch CN22 oder CN23 basierend auf Warenwert und Gewicht, füllt alle Felder aus Bestelldaten und Produktkatalog, druckt CN23 + CP71 als Set und überträgt alle Zolldaten elektronisch an Deutsche Post, DHL, UPS und FedEx — ohne manuelle Eingabe pro Sendung.

Die KI-Versandautomatisierung von ShippyPro ermöglicht darüber hinaus, Regeln für häufige Produktkategorien zu definieren — zum Beispiel automatisch CN23 für alle Sendungen mit Elektronik über 200 €, unabhängig vom kalkulierten Gewicht, als zusätzliche Sicherheitsstufe über der reinen 300-SZR-Grenze. Für Sendungen via DHL Express, UPS oder FedEx, bei denen statt CN22/CN23 eine Handelsrechnung (Commercial Invoice) benötigt wird, generiert ShippyPro die Handelsrechnung mit denselben Daten vollautomatisch — das manuelle Aufrufen eines separaten Formulars entfällt. Alle Zolldaten werden über ShippyPro Integrationen direkt aus Ihrem WooCommerce-, Shopify- oder anderen Shop-System übernommen.

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ShippyPro Versandplattform

Automatische CN22/CN23-Generierung basierend auf Warenwert und Gewicht — HS-Codes, Produktbeschreibungen und Ursprungsländer einmalig hinterlegen, für jede Sendung automatisch befüllen.

Plattform entdecken →
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KI-Versandautomatisierung

Regeln für automatische CN22/CN23-Auswahl definieren — z. B. immer CN23 für Elektronik über 200 € oder für alle Sendungen in die Schweiz über 1 kg.

Automatisierung ansehen →
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Track & Trace

DSGVO-konforme automatische Versandbenachrichtigungen nach Etikettenerstellung — informiert Kunden über internationale Sendungsstatus inklusive Zollbearbeitung.

Track & Trace ansehen →
Guide

Weltpostverein (UPU) — Offizielle CN22/CN23-Standards

Offizielle UPU-Dokumentation zu CN22 und CN23 — Formularstandards, Pflichtfelder und Verwendungsregeln für alle 192 Mitgliedsländer.

UPU-Dokumentation öffnen →
Guide

Bundeszollverwaltung — Internationale Postsendungen

Offizielle Informationen der Bundeszollverwaltung zu Zollanmeldungen für internationale Postsendungen aus Deutschland — Schwellenwerte, Formulare und Ausnahmen.

Bundeszoll-Infoseite öffnen →
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Ressourcen & Zoll-Leitfäden

Vollständige Leitfäden für DACH-Händler im grenzüberschreitenden E-Commerce — EORI, HS-Codes, CN22/CN23, ADR und internationale Versandautomatisierung.

Ressourcen ansehen →

Was ist der Hauptunterschied zwischen CN22 und CN23?

Der entscheidende Unterschied ist eine Kombination aus Warenwert und Gewicht. CN22 ist ein kleiner Aufkleber (74 mm × 105 mm) für Sendungen bis 300 SZR (ca. 355 €) und maximal 2 kg. CN23 ist ein vollständiges Dokument (A5 oder A4) für Sendungen über 300 SZR oder über 2 kg. Das CN23 enthält mehr Felder (Versicherungswert, Lizenzen, Kommentare) und muss in einer transparenten CP72-Versandtasche außen am Paket befestigt werden. Beide Formulare erfordern dieselben Kernangaben: Produktbeschreibung, HS-Code, Warenwert, Ursprungsland und Unterschrift.

Brauche ich CN22 oder CN23, wenn ich mit DHL Express, UPS oder FedEx versende?

Nein — CN22 und CN23 sind ausschließlich für Postsendungen über UPU-Mitgliedspostdienste (Deutsche Post International, Österreichische Post, Swiss Post). Private Kurierdienste wie DHL Express, UPS und FedEx verwenden stattdessen eine Handelsrechnung (Commercial Invoice). Die erforderlichen Daten sind identisch (Produktbeschreibung, HS-Code, Warenwert, Ursprungsland, EORI-Nummer), aber das physische Dokument ist verschieden. Bei DHL Express wird die Handelsrechnung in der Regel elektronisch übermittelt (Paperless Trade), sodass kein physisches Dokument mehr am Paket befestigt werden muss.

Was passiert, wenn ich CN22 verwende, obwohl CN23 erforderlich wäre?

Die Sendung wird an der Zollstelle des Empfängerlandes zurückgewiesen oder zur Nachdeklaration angehalten. In den meisten Fällen bedeutet das eine Rücksendung an Ihre Absenderadresse in Deutschland — auf Ihre Kosten. Bei wertvollen Sendungen (z. B. Elektronik über 355 €) kann es außerdem zu einer nachträglichen Zollprüfung kommen, wenn die unzureichende Dokumentation auf eine Unterbewertung hindeutet. Das Risiko ist besonders hoch bei Sendungen in die Schweiz und nach Japan, wo Zollbehörden für sehr strenge Formularprüfungen bekannt sind.

Darf ich als E-Commerce-Händler „Geschenk" auf dem CN22/CN23 ankreuzen, wenn der Kunde ein Geschenk an jemanden schickt?

Nein. Die Kategorie „Geschenk" (Gift) ist ausschließlich für Direktsendungen von Privatpersonen an Privatpersonen vorgesehen — etwa wenn eine Person ein Geburtstagspaket an Verwandte schickt. Wenn ein Kunde in Ihrem Online-Shop bestellt und das Produkt als Geschenk an eine andere Person verschickt werden soll, handelt es sich rechtlich um einen kommerziellen Verkauf. Die korrekte Kategorie ist „Warenverkauf (Sale of Goods)". Das Ankreuzen von „Geschenk" auf einer kommerziellen E-Commerce-Bestellung gilt als Zollbetrug und kann zu Beschlagnahme, Bußgeldern und Kontosperrungen führen.

Wie gehe ich vor, wenn der Warenwert sehr nah an der 300-SZR-Grenze liegt?

Liegt Ihr Warenwert nahe an der Grenze — zum Beispiel 340 € oder 370 € — verwenden Sie immer das CN23. Der SZR-Kurs schwankt täglich, und Zollbehörden im Empfängerland können den deklarierten Warenwert eigenständig neu bewerten, besonders bei Elektronik, Markenprodukten und Luxusgütern. Das CN23 liefert mehr Detailinformationen und reduziert das Risiko einer Inspektion. Die zusätzlichen zwei Minuten für das CN23 sind deutlich günstiger als eine transatlantische Rücksendung.

CN22 und CN23 automatisch generieren — nie wieder manuell ausfüllen

Hinterlegen Sie Produktbeschreibungen, HS-Codes und Ursprungsländer einmalig in ShippyPro. Die Plattform wählt automatisch das richtige Formular, füllt alle Felder aus und druckt CN23 + CP71 als Set — für Deutsche Post, DHL, UPS, FedEx und alle integrierten Carrier.

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ShippyPro ist die komplette Versandsoftware für den Online- und Offline-Handel. Mit den Funktionen Label Creator, Track & Trace, Easy Return und Analytics vereinfacht unsere Software Ihre Versandvorgänge. ShippyPro lässt sich mit über 180 Kurierdiensten und 80 Vertriebskanälen integrieren und ist somit mit einer Vielzahl von Produkten und Anwendungsfällen kompatibel.